Management von Kreditrisiken

Jede Finanzinstitution, die Kredite vergibt, benötigt einen in den Kreditprozess lückenlos integriertes System zum Management von Kreditrisiken. Unser Ansatz hierbei folgt den Empfehlungen der MaRisk und beinhaltet die folgenden sieben wesentlichen Punkte, die in einem einheitlichen Prozess zur Kreditvergabe und zum Kreditrisikomanagement zusammengefasst sind:

  1. Analyse. Es ist genau zu definieren, welche qualitativen und quantitativen Informationen über Kunden ermittelt und analysiert werden soll. Der Umfang und Detailgrad kann in Abhängigkeit vom angenommenen Risiko variieren. 
  2. Garantien. Es sollte genau bestimmt werden, welche Sicherheiten zur Abdeckung von Kreditausfällen herangezogen werden können. Wichtig ist hier die regelmäßige und konservative Bewertung von Sicherheiten, sowie die Durchsetzbarkeit der Inanspruchnahme.
  3. Risikoprüfung und Scoring. Um eine effiziente Risikoprüfung durchzuführen, müssen geeignete Risikoindikatoren ermittelt werden und die Prüfergebnisse in geeignter Weise in Risikoklassen eingeteilt werden. Die Ergebisse dieser Prüfung sind entscheidend für den weiteren Verlauf des Kreditprozesses.
  4. Kreditentscheidung. Je nach Scoring-Ergebnis und ggfs. weiterer Entscheidungsmerkmale (Art, Umfang, Vertragsdauer, ...) sollte die Entscheidung über einen Kreditantrag angemessen qualifizierten und autorisierten Fachkräften anvertraut werden. In jedem Fall sollte eine unabhängige Prüfung sichergestellt werden.
  5. Management des Kreditportfolios. Das Kreditportfolio muss regelmäßig nach Risiken untersucht werden. Durch Stresstests können relevante Risikofaktoren ermittelt und überwacht werden. In Abhängigkeit von den ermittelten Risiken müssen Rückstellungen für Kreditausfälle gebildet werden.
  6. Frühwarnsystem. Ein Frühwarnsystem hilft bei der frühzeitigen Erkennung von Problemkrediten. Ein solches System kann mit denselben Indikatoren betrieben werden, die beim Scoring zum Einsatz kommen. Diese müssen regelmäßig angepasst werden und sollten insbesondere bei der Untersuchung von Kreditausfällen überarbeitet werden.
  7. Restrukturierung und Abwicklung. Von Beginn an sollten spezielle Prozesse und Ressourcen zur professionellen Bearbeitung von Problemkrediten aufgebaut werden. Darüberhinaus bedarf es klarer Regeln, wann ein Kredit als "normal" oder "problematische" bezeichnet und entsprechend bearbeitet werden muss.

Eine zusätzliche Kategorie des Kreditrisikos ist das Counterparty-Risiko, das durch speziell dafür entwickelte Prozesse abgedeckt werden sollte. Die wesentlichen Komponenten hierbei sind aus unserer Sicht die Analyse der Vertragspartner und deren laufende Überwachung, ein Prozess zur Genehmigung neuer Counterparties und zur Pflege einer Liste genehmigter Counterparties mit Art des Exposures und jeweiligen Risikobudgets, sowie einen Prozess und entsprechende Tools zur Berechnung und Überwachung der festgesetzten Limits.

Unser Service für Sie:

Wir untersuchen Ihren Kreditprozess nach einem speziell von uns dafür entwickelten Verfahren und zeigen Ihnen mögliche Verbesserungen in Punkto Prozesseffizienz und Compliance mit regulatorischen Anforderungen auf. Gerne überarbeiten wir Ihre entsprechenden Policies und Arbeitsanweisungen und führen entsprechende Schulungen für Ihr Personal aus.

Für das Management von Counterparty-Risiken Ihres Instituts bieten wir Ihnen ebenso eine Untersuchung bestehnder Prozesse und Systeme an mit dem Ziel, mögliche Verbesserungen zu identifizieren und umzusetzen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Anpassung an regulatorische Anforderungen.